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Ein Zählsystem ist eine Vorrichtung oder Anlage zur Bestimmung von Mengen. Mit einem Zählsystem kann die Stückzahl von Teilen, die Anzahl von Personen oder Fahrzeugen, die Menge von Schüttgütern, Flüssigkeiten, Gasen oder Strom bestimmt werden. Bei vielen automatisierten Zählungen summiert das Zählsystem Einzelmengen, bei anderen wird aus einer Gesamtmenge die Anzahl der Teile ermittelt. Ein Zählsystem kann mechanisch oder elektronisch und mit oder ohne Unterbrechung des Waren-, Fahrzeug oder Personenstroms funktionieren.
Da die zu zählenden Elemente sehr unterschiedlich sind, werden verschiedene Mess- oder Zähleinrichtungen genutzt, um die Mengenerfassung zu erleichtern. Beispielsweise werden bei kontinuierlichen automatischen Verkehrszählungen Fahrzeuge oft über in den Straßenbelag eingelassene Induktionsschleifen erfasst.
Fußgänger können unter anderem über Radar-, Druck-, Ultraschall- oder Infrarotsensoren oder über Videoanalysen gezählt werden. Bei Verkehrszählungen sind oft nicht nur die Gesamtzahlen der Fahrzeuge oder Personen über einen bestimmten Zeitraum interessant, sondern auch die Verteilung auf Tageszeiten und Wochentage und andere zusätzliche Informationen.
Für solche Auswertung bietet sich ein Zählsystem an, das die zeitliche Auswertung unterstützt. Nicht nur bei Fahrzeug- und Personenzählungen, sondern auch in vielen anderen Bereichen werden für einzelfall- oder stichtagsbezogene Erfassungen auch manuelle Zählungen mit Tablets, Formularen oder mechanischen Zählern durchgeführt. Während bei Tablets und Formularen gezielt auch Zusatzinformationen aufgenommen werden können, wird mit einem einfachen mechanischen Zähler nur die Gesamtzahl einer beobachteten Größe aufsummiert.
Die Zählgröße (Personen, Fahrzeuge, Einzelteile, Verpackungseinheiten) und der Zweck der Messung sind ausschlaggebend dafür, welches Zählsystem sich am besten eignet. Für Mengenerfassungen im Produktionsablauf ist es außerdem wichtig, wie gut sich das Zählsystem in den jeweiligen Prozess integrieren lässt. Optische, akustische, volumen- und massebezogene Geräte bieten eine Fülle an Möglichkeiten. Um die gesetzten Ziele möglichst effektiv zu erreichen, können auch mehrere Zählweisen kombiniert werden. Vor der Investition in ein aufwändiges Zählsystem sollten unbedingt verschiedene Varianten geprüft werden.
Was soll gezählt werden?
Zunächst einmal muss definiert werden, was gezählt werden soll. Es macht einen großen Unterschied, ob sehr viele verschiedenartige Teile oder große Mengen gleichartiger oder ähnlicher Elemente gezählt werden sollen. Bei Verkehrszählungen an Straßen unterscheiden sich die einzelnen Fahrzeuge zwar in vielen Eigenschaften erheblich, aber sie alle haben auch Gemeinsamkeiten, die für Zählungen genutzt werden können. Die Fahrzeuge haben Kontakt zum Straßenbelag, eine bestimmte Mindesthöhe und sie bewegen sich mit jeweils festem Achsabstand in eine bestimmte Richtung. Im Regelfall haben die zu zählenden Fahrzeuge untereinander auch genügend Abstand.
Bei Produktionsanlagen, die gleichartige Teile in sehr großen Mengen produzieren ist es meist einfacher. Die Teile einer Charge unterscheiden sich in der Regel nicht und werden oft auch sortenrein nach Stückzähl abgepackt. Bei solchen Teilen, wie Schrauben, Muttern, Dübel, Unterlegscheiben und ähnlichem, bietet sich die Zählung über das Stückgewicht an. Auch in der Pharmaindustrie werden häufig gewichtsbezogene Zählsysteme direkt in die Verpackungsanlagen integriert. Soll bei solchen Anlagen ein neuer Artikel zugeführt werden, muss meist lediglich aus den bereits vorab eingespeicherten Daten die Artikelnummer und die gewünschte Verpackungseinheit gewählt werden. Das Zählsystem arbeitet dann mit dem hinterlegten Artikelgewicht.
Je stärker sich die zu zählenden Elemente in Form, Größe und Gewicht und anderen Eigenschaften unterscheiden, desto mehr werden die Möglichkeiten der automatischen Zählung eingeschränkt. Auch Bewegungsmöglichkeiten und Überlagerungen der Elemente erschweren bei einigen Zählweisen die korrekte Bestimmung der Anzahl. Meist wird für diese Fälle die Bewegung in eine vorgegebene Richtung gelenkt und über Vereinzelungsanlagen soweit eingeschränkt, dass nur ein Teil nach dem anderen die für die Zählung vorgesehene Position passiert.
Wo soll gezählt werden?
Auch der Ort, an dem gezählt werden soll, spielt eine wichtige Rolle. Bei Zählungen im Freien ist mit anderen Störgrößen zu rechnen als in Veranstaltungs-, Verkaufs- oder Produktionsräumen. 
Rentabilität von Zählsystemen
Ob sich die Anschaffung eines bestimmten Zählsystems lohnt, hängt auch davon ab, wie oft es genutzt wird und welche Effekte es im Vergleich zur vorherigen Zählweise bewirkt. Dabei sind nicht nur die Änderungen beim Zählvorgang selbst zu betrachten, sondern auch eventuelle zusätzliche Vorteile durch Beschleunigen der Prozessabläufe, korrekte Erfassung Speicherung und Übertragung von Bestandsdaten und die Verringerung von nicht gekennzeichneten Mehr- bzw. Mindermengen bei der Auslieferung von Produkten. Es sollte für jede in Frage kommende Variante detailliert geprüft werden, welche Verbesserungen durch das neue Zählsystem erreicht werden können.
Ob bei der Inventur, im Wareneingang oder bei der Kommissionierung und Verpackung von festgelegten Stückzahlen, die Mengen sollen korrekt ermittelt werden. Ein gewichtsbezogenes Zählsystem setzt voraus, dass die Elemente, deren Stückzahl bestimmt werden soll, sich vom Gewicht her nur wenig unterscheiden. Dann kann aus dem Gesamtgewicht einer oder mehrerer Teilmengen die Anzahl der Elemente über das Einzelgewicht bestimmt werden.
Für solche Anwendungen werden häufig Stückzählwaagen genutzt. Diese oft mit dreigeteiltem Display, Ziffernblock und speziellen Zählfunktionen ausgestatteten Waagen können einzeln oder auch mit zusätzlichen größeren Wiegeplattformen als Zählsystem genutzt werden. Die Modelle mit zusätzlicher Wiegeplattform ermöglichen die Zählung von sehr großen Mengen gleichartiger Teile. Bei vollautomatisierten Prozessen werden die Stückzählwaagen oft direkt in die Sortier- oder Verpackungsmaschinen integriert.

